Abgeordnetenbibel

 

Herausgeber: Hanno Gerwin – Heidelberg u. a.;

verlag regionalkultur 2017, 204 S. – 16,90 €.

 

 

Abgeordnetenbibel – da stutzt man, und erwartet vielleicht etwas ganz Anderes. Der Untertitel aber sagt es: Landtagsabgeordnete – gut die Hälfte von 143 – und Regierungs-mitglieder des Landes Baden-Württemberg, zusammen 90, fanden sich bereit, anhand eines Bibelwortes oder eines Lutherzitates etwas über ihr Verständnis ihrer Arbeit – und damit auch über sich selbst – zu formulieren. Neben der Textseite links ist rechts stets ein seitengroßes Porträtfoto gedruckt, auf der Cover-Rückseite sind sie alle vereint. Entsprechend den in Landtag und Regierung nach den letzten Wahlen vertretenen Parteien sind es Mitglieder der Partei Die Grünen, der CDU, der SPD, der FDP und der AfD – auch von dieser sind drei dabei. Auf der Porträtseite ist die Partei, Geburtsjahr und -ort, der Familienstand, der Beruf, die politische Funktion und der Wahlkreis angegeben, und bei den meisten, nicht bei einem guten Drittel, wird die Konfession katholisch oder evangelisch genannt.

Dass freigestellt war, auch Lutherzitate den Statements zugrunde zu legen, lag am Lutherjubiläum 2017, 500 Jahre Reformation. Von den 17 Politikern, die sich Luther wählten, sind viele katholisch. Unter den ausgewählten Bibelworten finden sich so bekannte wie der Psalm 23 vom guten Hirten oder die Geschichte vom barmherzigen Samariter, aber ebenso mehr unbekannte, überraschende Bibelstellen. – Ein Buch, nicht nur zum Kennenlernen unserer Abgeordneten, sondern auch eines, das vielfach zum Nachdenken führt.                                                                                              G.S.

Neue Buchbesprechungen:

 

Abgeordnetenbibel

 

Kirchen in Heidelberg

 

HERMANN MAAS - Eine Liebe zum Judentum

 

Wo wir dich loben, wachsen

neue Lieder

 

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Hinweis:

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Der Prediger tritt hinter seiner Botschaft zurück, seine nach

oben weisende Hand verbirgt

sein Gesicht.

 

G.S. als Pastor auf der Kanzel der

St.-Florians-Kirche aus dem

13. Jahrhundert in Sillenstede (Nordoldenburg), ca. 1965

Der Vortragende hat seine Zuhörer im Blick

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© Gerhard Schwinge