Buchbesprechung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder

 

Anhang zum Gesangbuch der Evange-lischen Landeskirche in Baden.

München: Strube Verlag 2018, zus. 432 ungez. S., Noten, Hardcover, 11,80 Euro

Dieses Liederbuch, nach einem Beschluss der badischen Landessynode zum 1. Ad-vent 2018 eingeführt, kann mit seinen weit über 400 Seiten kaum noch als Anhang zum Evangelischen Gesangbuch / EG von 1995 bezeichnet werden. Es wurde in vier Aus-gaben von den vier Landeskirchen Württemberg, Pfalz, Elsass und Baden herausge-geben und versammelt in zwei Teilen insgesamt 218 seit 2005 neu in Gebrauch ge-kommene, meist evangelistische Lieder und Kanons, oft zweisprachige (also ursprüng-lich französische, englische, niederländische, sogar spanische). Die Melodien bestehen oft aus Achtelnoten, an deren flotte Läufe sich manche, zumal die meist älteren Gottes-dienstbesucher, nicht werden gewöhnen können. Alle Noten sind mit der Angabe von Akkorden für das Begleiten mit Gitarre versehen. Der Verlag bietet auch mehrstimmige Chor- und Orgelausgaben an. – Der etwas seltsame Titel ist der Anfang eines der Lie-der. Das (in einem reinen Musikverlag erschienene) Buch ist mit Fadenheftung auf all-zu dünnem Papier gedruckt; es hat keine Lesebänder.

Weiter enthält der Band: zu den alphabetisch aufeinander folgenden Liedern und Ka-nons ein thematisches und ein alphabetisches Register; ausgewählte Psalmen (mit an-deren Nummern als bisher im EG), nach dem Luthertext und oft zusätzlich in moderner Übertragung. Schließlich ist ein Liturgischer Kalender abgedruckt: mit der neuen Peri-kopenordnung von sechs, anders als bisher gemischten Textreihen (gottesdienstliche Lesungen und Predigttexte), ebenfalls von der Landessynode zum 1. Advent eingeführt (also verbindlich?).

Ob das Liederbuch (abgekürzt am besten: NL für: Neue Lieder), abgesehen von Ju-gendgottesdiensten, in den Gottesdiensten der Gemeinden als zweites zu benutzendes Buch neben dem bisherigen Gesangbuch EG heimisch werden wird – soll man künftig immer zwei Bücher gleichzeitig benutzen müssen? ‒ , ist angesichts der üblichen Gottesdienstbesucher doch wohl fraglich.

G.S., März 2019

Der Prediger tritt hinter seiner Botschaft zurück, seine nach

oben weisende Hand verbirgt

sein Gesicht.

 

G.S. als Pastor auf der Kanzel der

St.-Florians-Kirche aus dem

13. Jahrhundert in Sillenstede (Nordoldenburg), ca. 1965

Der Vortragende hat seine Zuhörer im Blick

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Gerhard Schwinge