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Gedenkjahre 2018

Erinnerungskultur speist das historische Bewusstsein. Sie orientiert sich an runden Gedenktagen oder Gedenkjahren. 2018 jähren sich in 100-Jahr-Schritten folgende Gedenkjahre, an welche im Laufe des Jahres in der Rubrik „Eigene Texte“ eingehend erinnert werden soll.

 

1518, 25./26. April     

 

Luthers Heidelberger Disputation,
der theologische Beginn der Reformation.

 

 

 

 

 

 

1618, 23. Mai

 

Beginn des Dreißigjährigen Kriegs mit dem Prager Fenstersturz; er
war nicht nur eine machtpolitische Auseinandersetzung europäischer Staaten, sondern im deutschen Sprachraum auch ein Konfessions-krieg in der Zeit der Gegenrefor-mation.

 

(Die Historische Bibliothek Rastatt widmet dem Dreißigjährigen Krieg vom 5. Juli bis zum Frühjahr 2019 eine Ausstellung aus eigenen Beständen und ab Herbst 2018 eine Vortragsreihe.)

1648, 24. Oktober: Ende des Dreißigjährigen Kriegs durch die Unterzeichnung des Westfälischen Friedens von Münster und Osnabrück. Konfessionspolitische bzw. religionsrechtliche Ergebnisse:

Ende der Gegenreformation / Bestätigung des Augsburger Religionsfriedens von 1555 (cuius regio, eius religio) / dessen Erweiterungen: Gleichstellung aller drei Konfessionen, also neu der Reformierten (zusammen mit den Lutheranern als Corpus Evangelicorum) / freie Religionsausübung als exercitium publicum religionis, eingeschränkter als exercitium privatum religionis, noch eingeschränkter als devotio domestica / Rückübertragung enteigneter Kirchen, Rückgabe kirchlicher Güter.

 

 

 

1718, September

 

Verlegung des Regierungssitzes der lutherischen Markgrafschaft Baden von Durlach in die neue Residenz Karlsruhe. Oberhofprediger Johannes Laurentius Höltzlin erster Pfarrer des markgräflichen Hofs und der Stadt Karlsruhe.

 

 

 

 

1818, 22. August

 

Badische Verfassung (verfasst von Karl Friedrich Nebenius), die erste liberal-konstitutionelle Verfassung in Deutschland, unterzeichnet durch Großherzog Karl.

 

 

 

 

 

 

 

 

1918, November

 

 

Ende des Ersten Weltkriegs und damit der Monarchie und des Staatskirchentums.

 

 

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Jung-Stilling: Briefe. Ausgew. u. hrsg, von Gerhard Schwinge, Gießen und Basel 2002, 637 S.

 

 

Korrespondenzverzeichnis,

Quellen- und Literaturverzeichnisse,

Zeittafel und Personenverzeichnis:

ergänzte und korrigierte Fassung

2017, 71 S.

Wie nicht anders zu erwarten, ergab sich in den 15 Jahren seit ihrem Erscheinen für die umfangreiche Edition von Briefen des Augenarztes, Wirtschaftswissenschaftlers und religiös-erbaulichen Schriftsteller Johann Heinrich Jung genannt Stilling (1740-1817) eine größere Anzahl von Ergänzungen und auch Korrekturen.

Diese wurden nun in das Korrespondenzverzeichnis, die Quellen- und Literaturverzeichnis-se, die Zeittafel und das Personenverzeichnis eingearbeitet und werden hier als pdf-Datei zum Herunterladen für jeden Interessierten angeboten. Der eigentliche Textkörper der Edition von 2002, die weiterhin im Buch- und Antiquariatshandel günstig käuflich zu erwerben ist, blieb dabei unberührt

JStEdition.Korr.Zeitt.2017.pdf
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"Gedenkjahre 2018"

 

Der Prediger tritt hinter seiner Botschaft zurück, seine nach

oben weisende Hand verbirgt

sein Gesicht

Der Vortragende hat seine Zuhörer im Blick

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© Gerhard Schwinge