Albert Finck (1895 ‒ 1958)

badischer Maler, Professor, Kirchenfenstergestalter

nach einem Selbstbildnis 1957, in Öl auf Leinwand

aus: Klaus Finck, Durch Licht zum Sehen, .2009, Frontispiz

Geboren in Bretten, durchlief Finck eine vielfache, zunächst seminaristische Ausbildung, die ihn zu einem vielseitigen, gefragten Künstler werden ließ. Zunächst machte ihn das staatliche Zeichenlehrerexamen zum Kunsterzieher an Gymnasien in Pforzheim, Bruchsal, Mannheim und Karlsruhe. Von 1928 bis 1958 war er Professor am damaligen Staatstechnikum in Karlsruhe. In den 1930er Jahre unternahm er, mit Genehmigung und Unterstützung des Ministeriums für Kultus und Unterricht eine Studienreise nach Italien.

Öl auf Papier, 120 cm x 230 cm

nach: Adolf Märkt, Lebenserinnerungen, hg. von A. de Lange, 2018, S. 174

 

Schon früh wurde er Mitglied im Verein für kirchliche Kunst, die sein Schaffen fortan stark bestimmen sollte. 1935/36 malte er für die kleine Kirche in Diersburg in der Ortenau für die Wand hinter dem Altar ein Abendmahlsbild, auf dem Kirchenälteste porträtiert sind.

Neben Kircheneinrichtungen, Fresken und Tafelbildern wandte er sich mehr und mehr der Glasmalerei zu und schuf die Entwürfe für die Kirchenfenster für über 15, meist kleinen Kirchen in der badischen Landeskirche, so auch für die Stadtkirche Durlach die Friedenskirche Baden-Baden und die Lutherkirche Bruchsal. Dabei kennzeichnet sein Stil, den des Historismus längst hinter sich lassend, den Beginn der Moderne.

Literatur: Klaus Finck, Biographie Prof. Albert Finck, in: Badische Heimat 85.2005, S. 638f.; ders., „Kunst muss dienen.“ Das Werk des Malers Albert Finck, ebd.  S. 609‒614; ders., Durch Licht zum Sehen. Führer zu den Glasfenstern in bad. Kirchen nach Entwürfen von Professor Albert Finck, Ubstadt-Weiher, Heidelberg 2009, 150 S., zahlr. farb. Abb.; ders., Die Kirchenfenster der Stadtkirche, Entwürfe von Albert Finck, in: Die Stadtkirche, Durlachs zentraler Ort über viele Jahrhunderte, ebd. 2014, S. 65‒76.

Finck starb mit 63 Jahren in Karlsruhe.

 

 

Ausschnitt aus dem Jubilatefenster
in der Stadtkirche Durlach

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© Gerhard Schwinge