Karl Doll (1827 ‒ 1905)

Hofprediger und Prälat

 

Landeskirchliches Archiv Karlsruhe,154, Nr.33,3

 

Karl Wilhelm Doll wuchs im Pfarrhaus in Niefern (Kirchenbezirk Pforzheim) auf und studierte in Berlin und Heidelberg Theologie. Nach dem Pfarrdienst in verschiedenen Gemeinden wurde er 1860 als Hofdiakonus und zugleich als Assessor beim Oberkirchenrat nach Karlsruhe berufen; 1864 Hofprediger, 1874 Oberhofprediger, 1877 ernannte ihn der Großherzog zum Prälaten. Nach 17 Jahren ging er 1894 mit 67 Jahren in den Ruhestand. – Von 1861 bis 1894 war Doll Mitglied der Generalsynode. 1865 war er wegen seiner ausgleichenden Art bei dessen Gründung zum Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Predigervereins gewählt worden, 1868‒1872 war er Vorsitzender des badischen Hauptvereins der Gustav-Adolf-Stiftung. 1883 hatte ihn die Theologische Fakultät Heidelberg zum Ehrendoktor ernannt. – 1873 gab Doll zum ersten Mal sein Büchlein „Konfirmandenstunden“ (64 Seiten) heraus, dessen 10., durch-gesehene Auflage erschien 1889, diese unverändert als 12. Auflage 1901.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Gerhard Schwinge