Wilhelm Brückner (1832 – 1925)

liberaler Gemeindepfarrer in Karlsruhe

 

 

Geboren in St. Petersburg und seit 1857 zehn Jahre Pfarrer in Russland, wurde Brückner 1867 in den badischen Kirchendienst übernommen. Seit 1870 Pfarrer in Bahlingen am Kaiserstuhl und von 1875 bis 1906 i.R. in Karlsruhe-Südweststadt an der Johanniskirche (eingeweiht 1889, Namensgebung 1897), wo Brückner in der Johannispfarrei 1907 auch das erste evangelische Gemeindehaus in der Landeskirche baute. 1903 D. theol. h.c. Heidelberg. 1925 gestorben in Karlsruhe.

Quellen: Landeskirchl. Archiv Karlsruhe: PA

Veröffentlichungen; Ein Ersatz für das Apostolikum bei Taufe und Konfirmation: zur badischen Generalsynode 1914. In: Prot. Monatshefte 19. 1915, S. 41-60 – Vom Apostolikumszwang. Protestantenvereins-Vortrag, geh. in Karlsruhe am 26. Okt. 1913. Heidelberg 1913, 54 S. – Das sogenannte apostolische Glaubensbekenntnis in seinem Verhältnis zum Neuen Testament und zum Protestantismus, Halle 1906, 67 S. (Kampf und Arbeit des freien Christentums in Deutschland; 1906, H. 4) ‒ Christentum und moderne Weltanschauung, ein Vortrag, Wiesbaden 1902, 40 S. – Jesus „des Menschen Sohn“, Karlsruhe o.J. – Die ewige Wahrheit der Religion Jesu, Karlsruhe 1897, 104 S. – Das Apostolische Glaubensbekenntnis, ein Vortrag; Karlsruhe 1892, 36 S.

 

Literatur: RGG I (1909), S. 1274; Prot. Monatshefte 1912, S. 311; Bad. Biographien N.F., Band 2 (1987), S. 50; Neu, Pfarrerbuch, 1939, S. 81.

 

Als einer der Wortführer im sog. Apostolikumsstreit trat er über 20 Jahre lang in seinen Schriften für ein modernes, religionsgeschichtlich geprägtes Glaubensbewusstsein ein.

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© Gerhard Schwinge