Luther gedenken -

Luther in Worms vor 500 Jahren

 

 

Anton von Werner 1877

Luther auf dem Reichstag zu Worms vor Kaiser Karl V.,

verweigert den Widerruf seiner reformatorischen Schriften

 

 

Die Nibelungenstadt Worms und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau feier(t)en 2021 das Jubiläum „500 Jahre Luther auf dem Reichstag zu Worms“ mit einer großen Zahl von Veranstaltungen (besonders im April, wie die historischen Ereignisse 1521) und entsprechend vielen Internet-Auftritten.

 

https://www.luther-worms.de       u. a. m.

 

Die Landesausstellung des Stadtmuseums Worms im ehemaligen Andreasstift ist noch bis zum 30. Dezember geöffnet. Unter dem Titel HIER STEHE ICH weitet sie das Thema des Protestes aus Gewissensgründen bis ins 20. Jahrhundert hinein aus und widmet es unter anderen Sophie Scholl und Martin Luther King und Nelson Mandela und Moses Mendelsohn.

Begleitband zur Ausstellung.

Worms-Verlag 2021, 519 S., Abb.,

2 kg, 26 x 21 cm, 35 €,

ISBN 978-3-947884-26-1

 

Begleitbuch zur Ausstellung:

Worms-Verlag 2021, 124 S.,

Abb. 19,5 x 14 cm, 9,80 €

ISBN: 978-3-947884-34-6

 

 

 

 

(siehe auch unter Buchbesprechungen auf dieser Website)

 

 

Die Ausstellung ist mehr (profan-)historisch als kirchengeschichtlich orientiert, trotz der maßgeblichen Beteiligung des anerkannten evangelischen Reformationshistorikers Prof. Dr. Thomas Kaufmann (Göttingen). Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Ortskirche wurden so gut wie nicht beteiligt.

 

„Hier stehe ich, Ich kann nicht anders, Gott helfe mir.“

Kirchenfenster in der Auferstehungskirche in Karlsruhe-Rüppurr 1908

 

 

„Hier stehe ich“ ist mit der Fortset-zung „ich kann nicht anders“ das bekannteste Lutherzitat zu seiner Weigerung auf dem Reichstag zu Worms, seine reformatorischen Schriften vor dem Kaiser zu wider-rufen, historisch ist es allerdings fraglich; gesichert ist dagegen die Fortsetzung „Gott helfe mir. Amen.“

 

 

 

Vor dem Wormser Reichstag im April 1521 waren bereits folgende reformatorischen Schriften Luthers gedruckt und zum Teil in hoher Auflage verbreitet worden:

 

An den christlichen Adel deutscher Nation: von des christlichen Standes Besserung, Wittenberg 1520

De captivitate Babylonica Ecclesiae praeludium, Wittenberg 1520

Von der Freiheit eines Christenmenschen, Wittenberg 1520

 

Luthers Landesherr Kurfürst Friedrich der Weise hatte Luther freies Geleit nach Worms erwirkt, und ebenso, verkleidet als Junker Jörg, die Reise zurück nach Wittenberg auf die Wartburg. So konnte die Reichacht erst Ende Mai über Luther verhängt werden.

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© Gerhard Schwinge