Ausstellung

des Generallandesarchivs Karlsruhe

und des

Evangelischen Oberkircchenrats

im Generallandesarchiv

20. Mai bis 7. November 2021

mit Begleitveranstaltungen, ohne Katalog

Der seltsame Titel der Ausstellung ist ein Zitat aus der Präambel der Unionsurkunde von 1821, aber leider verkürzt. Eigentlich müsste es lauten: Im Sommer 1821 ging somit die Hoffnung der beiden Kirchen in Erfüllung, „aus der Trennung heraus zu Vereinigung und Einheit zu gelangen“.

Die Abbildung zeigt auf einem Hintergrund in den Signalfarben der Landeskirche das Relief in der Vorhalle der Christuskirche Karlsruhe, das zur Hundertjahrfeier der Union 1921 von Hermann Föry geschaffen und 1925 aufgestellt wurde. Leider wurde auch dieses für Flyer, Plakat du Exponat-Reproduktion erheblich beschnitten. Besonders die Texte fielen fort:

Epheser 4, V. 3

1821 / SEID FLEISSIG ZU HALTN DIE EINIGEITKEIT

IM GEIST DURCH DAS BAND DES FRIEDENS / 1921

Die Engel sollen die beiden Konfessionen der Lutheraner und der Reformierten symbolisieren.

 

 

Relief in der Vorhalle der Christuskirche Karlsruhe

                                           Foto: Thomas Schindel

Die Ausstellung ist technisch professionell und aufwendig aufgebaut. Etwa100 Exponate, überwiegend Originale, wenige Reproduktionen, befinden sich in Vitrinen, auf Stelen, an Stellwänden und Außenwänden. Zum Teil ist es jedoch so dunkel, dass die Exonatbeschreibungen nur schwer lesbar sind.

Die Ausstellung gliedert sich in sechs Abteilungen (ohne dass diese klar genug voneinander abgesetzt sind; auch ein Rundgang durch die Ausstellung ist nicht markiert):

          1 Die Union

2 Kirche und Staat

3 Frauen in der Kirche

4 Praxis pietatis

5 Kirche in der Welt

6 Ökumene

Etwa 70 Prozent der Exponate sind auch in den 155 Nummern des gleichzeitig erschienenen "Bildatlas" enthalten - siehe unter der Rubrik Buchbesprechungen! -  ; dann sind zu den Exponatbeschreibungen – sehr klein und blass – die Nummern des Bildatlas als „Kat.-Nr.“ hinzugefügt, obwohl der Bildatlas nicht als Katalog der Ausstellung gelten kann.

Es fehlt die Vorgeschichte der Union der Jahre 1800 bis 1821, auch auf die biographische Darstellung von EInzel-personen wurde verzichtet.

Ein eigener Katalog der Ausstellung wäre wünschenswert gewesen.

Beispiele:

Fahne des Evangelischen Arbeitervereins, 1907,
Mannheim-Sandhofen, vor 1914, Heimatmuseum

Text: 1. Petrus 2, Vers 17 -

Foto: Egon Schmitt, ausgelegt in einer großen Vitrine

 

Luther-Pop-Oratorium 2017,
Plakat Stiftung Creative Kirche
aufgehängt an einer Außenwand

Friedemann Hahn, Triptychon 1983, Öl auf Leinwand, 340x120cm – Evang. Oberkirchenrat,

Foto: Claudia Kolb

aufgehängt an einer großen Stellwand

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© Gerhard Schwinge