Von der RE 1855 zur KI 1955 –

Nachschlagewerke zur Theologie

und Religionswissenschaft und zum Themenbereich Kirche

 

In den Regalen der Arbeitszimmer vieler von uns, vor allem auch in den Lesesälen entsprechender Bibliotheken, stehen noch immer meist vielbändige Nachlagewerke, also Enzyklopädien und Lexika zur Theologie und Religionswissenschaft und zum Themenbereich Kirche, von der frühesten und umfangreichsten RE über die wohl meist benutzten RGG und dem EKL.

obwohl sie kaum noch benutzt werden wegen der heute einfacher zur Verfügung stehenden online-Plattformen zum bequemeren Nachschlagen, - von der Wikipedia und von Google bis zur neuen KI. Haben gleichwohl diese nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile gegenüber den alten Recherchemethoden?

 

 

Printed Quellen

 

 

 

Erweckung bezeichnet den Anfang der Bekehrung als göttliche Wirkung. Der Zustand des unbekehrten, natürlichen, fleischlichen Menschen wird dem des Schlafs verglichen. Sein Sinn ist verschlossen für das, was Gottes ist, für Göttliches und Geistliches, er hört, sieht und fühlt, versteht nichts. mit sehenden Augen sehen sie nicht, mit hörenden Ohren hören sie nicht, und ihr Herz faßt und vernimmt nichts. Ein solcher liest oder hört die kräftigsten Gottesworte, aber er wird innerlich nicht davon berührt …(Kling)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ca. 1995, 7 Bände ‒ ELThG (Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde ) (Bd.1) S. 531‒ 536:

 

Zwischen dem Wiener Kongress 1815 und den Revolutionen 1850 gab es auf vie-len Feldern des Lebens mancherlei Impulse zu Aufbrüchen und Reformen. Auch die Kirchen blieben davon nicht unberührt; sowohl im kath. als auch im ev. Raum kam es zwischen 1820 und 1850 zu Aufbrüchen, die hier und dort einzelne Men-schen, andernorts ganze Landstriche erfassten und veränderten. …“Erweckungs-bewegung“ so lautet die nachträgliche Bezeichnung für dieses Phänomen. … (G. Rubach)

 

 

 

 

 

 

Ca. 1970, 7 Bände ‒ RGG (Die Religion in Geschichte und Gegenwart) Erweckungsbewegung im 19. Jh.:

 

Die E. B. erfasste die gesamtprot. Welt. … Gemeinsam war dieser Bußbewegung, die die biblisch-reformatorische Lehre von Sünde und Gnade in der Kirche wieder ihre Geltung wollte, eine aggressive antirationalistische Grundhaltung. … (E. Beyreuther)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Digital-online Quellen

 

 

Seit 2001 ‒ WiKIPEDIA:

Als Erweckungsbewegungen werden Strömungen bezeichnet vor allem …die ihre Existenz meist einer Welle der „Erweckung“ verdanken und die inhaltlich die Bekehrung des Einzelnen, das individuelle und das gemeinschaftliche Glaubenserlebnis sowie die praktische christliche Lebensweise, was „Leben in Gemeinschaft mit Gott“ und „in der Nachfolge Jesu “ heißt, besonders betonen.

 

 

 

Seit 1998 ‒ GOOGLE:

Als Erweckungsbewegung werden christliche Strömungen bezeichnet, die eine persönliche Glaubenserfahrung und die bewusste Hinwendung zu Gott betonen. Sie entstanden als Reaktion auf als rational oder schläfrig empfundene Kirchenlehren und rückten die Bekehrung des Einzelnen sowie ein aktives Leben in der Nachfolge Jesu in den Mittelpunkt.

 

 

KI  ( KI = Künstliche Intelligenz) / Seit ca. 2023 ‒Gemini:

Die Erweckungsbewegung (auch Erweckungschristentum) ist eine periodisch wiederkeh-rende Strömung innerhalb des Protestantismus, die vor allem das persönliche Glaubens-erlebnis und eine bewusste Hinwendung zu Gott in den Mittelpunkt stellt. …

 

 

KI / ChatGPT/ Seit 1995:

: Die Erweckungsbewegung bezeichnet christliche Reform- und Erneuerungsbewegungen, die Menschen zu einem bewussten, persönlichen Glauben und einer intensiveren religi-ösen Lebensführung aufrufen. Sie entstanden in verschiedenen Ländern und Epochen, besonders ab dem späten 18. und im 19. Jahrhundert.

Wichtige Merkmale der Erweckungsbewegung sind:

  • Die Betonung einer persönlichen Bekehrung und einer individuellen Beziehung zu Gott.
  • Das Lesen der Bibel als Grundlage des Glaubens.
  • Gebet, Frömmigkeit und ein Leben nach christlichen Werten.
  • Mission und Evangelisation, um andere Menschen für den Glauben zu gewinnen.
  • Häufig entstanden Bibelkreise, diakonische Einrichtungen und soziale Projekte.

Die Erweckungsbewegung wurde unter anderem durch Persönlichkeiten wie John Wesley, Charles Finney und im deutschsprachigen Raum durch Johann Hinrich Wichern geprägt.

Bedeutung:

Die Bewegung hatte großen Einfluss auf die Entwicklung evangelischer Freikirchen, die innere Erneuerung der Landeskirchen sowie auf soziale Arbeit, etwa in der Armenfürsorge, Jugendarbeit und Bildung.

 

 

Vor- und Nachteile der printed  und der digitalen Quellen

 

Wer vor einigen Jahrzehnten eine Frage hatte, griff meist zu einem gedruckten Lexikon. Diese umfangreichen Nach-schlagewerke gehörten in vielen Haushalten zur Standard-ausstattung und galten als zuverlässige Wissensquelle. Heute hat sich die Informationssuche grundlegend verändert: Statt schwere Bücher aufzuschlagen, suchen die meisten Menschen ihre Antworten im Internet – häufig bei Wikipedia oder anderen Online-Enzyklopädien.

Der größte Vorteil digitaler Wissensquellen ist ihre Schnellig-keit. Informationen sind jederzeit verfügbar und können in-nerhalb weniger Sekunden gefunden werden. Außerdem werden Online-Artikel regelmäßig aktualisiert und an neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder aktuelle Ereignisse angepasst. Hinzu kommt, dass viele dieser Angebote kosten-los genutzt werden können und eine enorme Themenvielfalt bieten.

Dennoch haben gedruckte Lexika auch heute noch ihre Stärken. Die Inhalte werden vor der Veröffentlichung sorg-fältig geprüft und bleiben unverändert, was sie zu einer verlässlichen, historischen Quelle macht. Dass die Artikel häufig mit dem Autorenamen versehen sind, erlaubt dem Kenner zusätzliche Erkenntnisse. Zudem ermöglichen sie ein konzentriertes Lesen ohne Werbung oder andere Ablenkungen. Auch ohne Internetzugang können sie jederzeit genutzt werden.

Die Entwicklung von gedruckten Lexika hin zu digitalen Wissensplattformen zeigt, wie sehr die Digitalisierung unse-ren Alltag verändert hat. Während Online-Enzyklopädien durch ihre Aktualität und einfache Verfügbarkeit überzeu-gen, behalten klassische Lexika ihren Wert als sorgfältig geprüfte und beständige Informationsquellen. Beide haben ihre Berechtigung – auch wenn heute meist das Internet die erste Anlaufstelle für die Suche nach Wissen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Gerhard Schwinge